Sind Antihaftbeschichtungen gesundheitsschädlich?

 

Ein klares Nein. Wenn mit Vernunft und Vorsicht gekocht und gebraten wird, besteht nachgewiesenermaßen keinerlei Gesundheitsgefahr.
 

Die für Antihaftbeschichtungen verwendeten Fluorpolymere sind extrem reaktionsträge Stoffe, der Chemiker bezeichnet das auch als "inert". Diese Eigenschaft sorgt dafür, dass Antihaftbeschichtungen selbst mit z.B. aggressiven Säuren nicht reagieren und somit keine Reaktionsprodukte in die Nahrung übergehen können. Auch beim Verschlucken kleiner Beschichtungspartikel besteht absolut keine Gefahr, weil Magensäure und Verdauungssäfte dem Fluorpolymer nichts anhaben können; der Beschichtungspartikel wird unverändert wieder ausgeschieden.

 

Auch sind Antihaftbeschichtungen sehr hitzestabil. Normale Bratvorgänge finden in einem Temperaturbereich statt, der für Antihaftbeschichtungen keinerlei Problem darstellt. Erst bei Temperaturen, bei denen die zum Braten verwendeten Öle und Fette bereits in Brand geraten, fängt die Beschichtung an, sich unter Ausgasen zu zersetzen.

 

Unsere Empfehlungen 

 
  • Entscheiden Sie sich für Marken-Kochgeschirr. Die hierfür verwendeten Beschichtungsysteme sind umfänglich auf physiologische Unbedenklichkeit geprüft und erfüllen die entsprechenden deutschen und europäischen Normen.
  • Beachten Sie immer die Gebrauchshinweise des Herstellers bezüglich der empfohlenen Back- und Brattemperaturen. In aller Regel bedeutet dies Kochen mit mäßiger Hitze. 
  • Vermeiden Sie das leere Erhitzen von Antihaftpfannen/-töpfen. Die Oberflächentemperatur der Beschichtung kann durch das berühmte „Handaufhalten“ über der Pfanne keinesfalls korrekt eingeschätzt werden. Gerade auf leistungsstarken Gas- und Induktionsherden kann es sehr schnell zu schädlichen Überhitzungen kommen. Öl / Fett ist durch seinen Rauchpunkt jedoch ein zuverlässiger Indikator für drohende Überhitzung. Soll besonders fettarm gebraten werden, empfiehlt es sich, das Kochgeschirr zumindest mit Öl auszureiben.
  • Wenn eine Pfanne deutlich überhitzt wurde, lassen Sie sie sicher abkühlen, lüften Sie den Raum und entsorgen sie Öl / Fett und eventuell angebrannte Speisen. Untersuchen Sie die Pfanne auf bräunliche Verfärbungen. Im Zweifelsfalle tauschen Sie sie aus. Hat sich das Fett bereits entzündet und wurde gleich wieder gelöscht, so ist in jedem Fall der Austausch der Pfanne anempfohlen, auch wenn die Pfanne zunächst noch intakt scheint.
  • Aus der Küche fernzuhalten sind jegliche Arten von Ziervögeln. Vögel haben aufgrund ihrer Anatomie Atmungsorgane, die sehr viel empfindlicher auf mögliche Schadstoffe reagieren, als die des Menschen. Man denke nur an die Vogelbauer unter Tage, die früher zur Warnung vor Grubengasen dienten. Unabhängig davon sollten auch andere Haustiere (Kaninchen, Meerschweinchen etc.) nicht in der Küche gehalten werden; die ständige Belastung mit feuchter, rauchiger und fettiger Luft, die in der Küche in gewissem Maße nun mal unvermeidlich ist, ist nicht die geeignete permanente Lebensumgebung für ein Haustier.

 

Wer dennoch (unbegründet) Angst vor Antihaftbeschichtungen hat, der sollte auf Keramikbeschichtungen ausweichen. Es sei jedoch gesagt, dass Keramikbeschichtungen aufgrund ihrer Gebrauchseigenschaften kein vollwertiger Ersatz für klassische Antihaftbeschichtungen (PTFE) sind.