Kaufberatung Antihaftpfannen

 

Die Antihaftpfanne – der pflegeleichte Allrounder

Unserer Meinung nach gehört in jeden Haushalt eine gute Antihaftpfanne, denn manche Gerichte gelingen einfach besser, wenn die Gefahr des Anklebens ausgeschlossen ist. Wer schon einmal Kässpätzle gemacht hat, weiß, was gemeint ist.

Auch wer besonders fettarm braten möchte, kommt um eine Antihaftpfanne nicht herum.

Damit die Pfanne (und vor allem die Beschichtung) lange hält, sollten Sie jedoch zwei grundlegende Dinge beachten:

1) Antihaftpfanne nicht überhitzen

Vor allem beim Erhitzen der leeren Pfanne können durch Unachtsamkeit Temperaturen entstehen, die der Beschichtung schaden und bis zu ihrer Zerstörung führen. Gerade bei leistungsstarken Induktions- und Gasherden ist Vorsicht angebracht. Im Gebrauch beim Überhitzen von Öl und Speisen können wiederum hartnäckige Rückstände entstehen, welche die Antihaftwirkung und die Optik der Antihaftbeschichtung beeinträchtigen. Typische Spuren von wiederholten Überhitzungen sind z.B. dunkle bis bräunliche Verfärbungen vor allem in der Mitte der Bratfläche sowie blasige Aufwürfe und Ablösungen der Beschichtung.

2) Keine Küchenhelfer aus Metall verwenden

Wenn Sie in Ihrer Antihaftpfanne mit der Gabel hantieren, in der Pfanne schneiden oder Küchenhelfer aus Metall verwenden, werden Sie auch mit der besten Beschichtung nicht sonderlich lange Freude an Ihrer Pfanne haben, egal wieviel Geld Sie dafür ausgeben.

 

Vorteile Antihaftpfanne

+ absolut pflegeleicht

+ anwenderfreundlich, kein Ansetzen / Ankleben von Speisen

+ fettarmes Braten möglich

 

Nachteile Antihaftpfanne

- kratzempfindlich, Küchenhelfer aus Metall dürfen nicht verwendet werden

- reagiert empfindlich auf Überhitzung

 

Einige Produktempfehlungen aus dem Bereich Antihaftpfannen

z.B. BEKA Edelstahlpfanne CHEF 28 cm mit Antihaftbeschichtung

z.B. CASTEY Aluguss-Schmorkasserolle CLASSIC 28 cm mit Glasdeckel

z.B. BONIOTTI Aluguss-Bratpfanne MINERALine 28 cm mit abnehmbarem Griff

 

Welche Unterschiede gibt es bei Antihaftbeschichtungen?

Antihaftbeschichtungen sehen auf den ersten Blick meist sehr ähnlich aus. Sie unterscheiden sich jedoch in ihrem Aufbau.

 

Einfache Antihaftbeschichtungen

Die einfachsten Beschichtungen bestehen nur aus einer Schicht, der eigentlichen Antihaftschicht. Diese Beschichtungen sind wenig widerstandsfähig, Kratzer entstehen schnell, die Beschichtung reibt sich leicht ab und dem Kochgeschirr ist keine lange Lebensdauer beschieden. Kochgeschirr mit solchen Beschichtungen führen wir als Fachhändler nicht.

 

Mehrlagige Antihaftbeschichtungen

Höherwertige Beschichtungen bestehen aus mindestens 2-3 Lagen. Eine Grundierung verbessert Haftung und Widerstandsfähigkeit der Beschichtung. Höherwertige Beschichtungen haben oft 3-5 Lagen, je nachdem wie der Beschichtungshersteller zählt (Grundierungs-/Zwischenschichten).

Mehrlagige Antihaftbeschichtungen verfügen meist über interne Verstärkungen. Was heißt das? In einer Zwischenschicht sind z.B. klitzekleine harte keramische Partikel eingelagert. Über die Spitzen dieser kleinen harten Partikel gleitet beispielweise der Pfannenwender hinweg, ohne die eigentliche Antihaftschicht dazwischen zu berühren. Dadurch steigt die Abrieb- und Kratzbeständigkeit einer Antihaftbeschichtung deutlich an. Es gibt Beschichtungen, die als kratzfest bzw. sicher für metallische Küchenhelfer deklariert sind. Als an einer langen Produktlebensdauer interessierter Anwender sind Sie jedoch gut beraten, das nicht allzu wörtlich zu nehmen.

 

Antihaftbeschichtung ist nicht gleich Keramikbeschichtung

Wir als Fachhändler unterscheiden strikt zwischen Antihaftbeschichtungen auf Fluorpolymerbasis (PTFE) auf der einen Seite und keramischen Beschichtungen mit Antihafteffekt auf der anderen Seite. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Gebrauchseigenschaften und Dauerhaftigkeit diese Unterscheidung rechtfertigt.

 

Antihaftbeschichtung schädlich? Nein!

Die Angst vor Antihaftbeschichtungen ist wahrscheinlich so alt wie die Antihaftbeschichtung selbst, also mehr als ein halbes Jahrhundert. Und ja, Antihaftbeschichtungen können sich zersetzen und im Extremfall sogar förmlich in Rauch aufgehen. Das tun sie aber nur, wenn die Pfanne extrem überhitzt wird. Was meinen wir mit extrem überhitzen? Nun, Temperaturen von über 300-350° C. Das mag dem einen oder anderen viel vorkommen, ist aber selbst auf alten Elektroherden ohne weiteres erreichbar, wenn man die Pfanne einige Zeit leer erhitzt.

Und genau das ist der Punkt: Leeres Erhitzen gilt es bei Antihaftpfannen zu vermeiden. Geben Sie immer etwas Öl in die Pfanne, zumindest durch Ausreiben mit etwas Öl, denn der Rauchpunkt des Öls, je nach Öl 150-220° C, gibt Ihnen rechtzeitig Auskunft über ein mögliches Überhitzen der Pfanne lange bevor es für die Beschichtung zu heiß wird!

Wer mit Vorsicht und Sachverstand ans Braten geht, muss vor Antihaftbeschichtungen objektiv keine Angst haben.

Wer dennoch Ängste vor Antihaftbeschichtungen hegt, der sollte über eine rohe Gusseisenpfanne nachdenken. Wird eine solche Gusseisenpfanne gut eingebrannt, umsichtig genutzt und sorgsam gepflegt, bietet eine Gusseisenpfanne sehr gute Brateigenschaften ohne viel Ansetzen und ist für die meisten Speisen geeignet.