Kaufberatung Eisenpfannen

 

Eisenpfannen – zunächst eine Begriffsklärung

Wenn allgemein von Eisenpfannen die Rede ist, sind zumeist Stahlpfannen gemeint; dabei sind Stahlpfannen aber bitte nicht zu verwechseln mit Edelstahlpfannen.

Stahl ist legiertes Eisen mit einem geringen Kohlenstoffanteil und lässt sich gut umformen. Eisen hingegen hat einen höheren Kohlenstoffanteil als Stahl und ist zwar gut zum Gießen geeignet (siehe Gusseisenpfannen), aber weniger zum Umformen und Schmieden, wie es bei „Eisenpfannen“ üblich ist.

Da sich aber der Begriff der Eisenpfanne so eingebürgert hat, soll er hier, wenn auch nicht ganz korrekt, vorwiegend Verwendung finden.

Also gilt: „Eisenpfanne“ = Stahlpfanne ≠ Edelstahlpfanne

 

 

Eisenpfanne muss eingebrannt werden

Vor dem ersten Gebrauch muss eine neue Eisenpfanne eingebrannt werden, weil ansonsten alle Speisen hoffnungslos ankleben und anbrennen werden. Wie das Einbrennen genau geht, haben wir Ihnen auf einer eigenen Seite zusammengefasst. Hier finden Sie unsere Tipps zum einfachen und sicheren Einbrennen.

Gerade wer von einer antihaftbeschichteten Pfanne auf eine Eisenpfanne umsteigt, der sollte sich etwas Zeit gönnen, um sich mit den Brateigenschaften einer Eisenpfanne vertraut zu machen. So ersparen Sie sich möglicherweise frustrierende Missgeschicke beim Braten. Nachdem Sie Ihre neue Eisenpfanne gut eingebrannt haben, können Sie vor dem ersten richtigen Braten z.B. einige Male fetten Speck in der neuen Pfanne auslassen.

Sobald Sie die neue Eisenpfanne gut eingebrannt und sich an das Bratverhalten einer Eisenpfanne gewöhnt haben, können Sie so gut wie alle Speisen darin zubereiten, sei es Fleisch, Fisch, Gemüse oder auch Eiergerichte. Wie bei Gusseisen sind auch hier Geduld und Gefühl beim Braten der entscheidende Trumpf.

 

Vorteile Eisenpfanne

+ extrem langlebig

+ kratzfest

+ leichter als eine klassische Gusseisenpfanne

+ Brateigenschaften verbessern sich mit längerem Gebrauch

 

Nachteile Eisenpfanne

- nicht spülmaschinengeeignet

- muss vor dem ersten Gebrauch eingebrannt werden

- Speisen können unter Umständen ansetzen / ankleben

- große Durchmesser u.U. anfällig für Bodenverformungen

 

 

Einige Produktempfehlungen aus dem Bereich Eisenpfannen

z.B. DE BUYER Bratpfanne Mineral B Element 28 cm

z.B. DE BUYER Bauernpfanne Mineral B Element 24 cm

z.B. BEKA Wokpfanne NOMAD

 

 

Langsam Anheizen: So vermeiden Sie ein Verziehen der Eisenpfanne

Eisenpfannen bestehen, wie eingangs geklärt, aus Stahl. Dazu wird ein Stück Stahlblech mit durch geeignete Umform- und Schmiedetechnik in Pfannenform gebracht. Da also das an und für sich flache Stück Blech durch viel Kraft in Form einer Pfanne gezwungen wurde, herrscht im Stahl der Pfanne ein gewisse Materialspannung. Wird die Eisenpfanne erhitzt, dehnt sich das Metall aus und es kommen weitere Materialspannungen dazu. Wer seine Eisenpfanne also zu schnell zu stark anheizt, der läuft Gefahr, dass sie sich bleibend verzieht.

Insbesondere bei größeren Eisenpfannen mit Durchmessern ab 28 cm (oben innen) und bei Eisenpfannen mit hohem Rand gilt es, folgendes zu beachten: Stahl ist kein so guter Wärmeleiter wie z.B. Aluminium. Geben Sie dem Material also etwas Zeit, die Hitze aufzunehmen und zu verteilen.

Ganz besonders auf Induktionsherden ist Vorsicht geboten: Induktionsherde haben zumeist kreisförmige Spulen. Es wird also nur ein ringförmiger Teil des Bodens beheizt. Dieser ringförmige Teil dehnt sich aufgrund der langsamen Wärmeleitung des Stahls folglich auch stärker aus als der unbeheizte. Zu starkes Anheizen kann daher zur bleibenden Verformung des Bodens der Eisenpfanne führen! Darum niemals die Power-/Booster-Stufe verwenden! Immer langsam anheizen bei maximal 2/3 der Maximalleistung, also z.B. Stufe 6 von 9.